Am 30. September 1962 wird die Stadthalle Wattenscheid offiziell eröffnet. Der damalige Kultur-amtsleiter Heinz Mesenhol zeichnet als Bühnen-meister und Beleuchter des Hauses höchstpersönlich für die Technik des Hauses verantwortlich. Neben zahlreichen Theateraufführungen steht zunächst die Musik im Mittelpunkt des Bühnengeschehens: Chorveranstaltungen, Sinfonie- und Kammerkonzerte ziehen die Zuschauer in ihren Bann.

Bald stehen klangvolle Namen auf dem Programm. Gastspiele der Wiener Sängerknaben, des Salzburger und des Tschechischen Kammerorchesters sind in den 70er Jahren ein deutlicher Beweis dafür, dass sich die Stadthalle längst etabliert hat. Der gute Ruf des Hauses lockt die Stars ihrer Zeit, auch Schauspielgrößen wie Maria Schell, Willy Birgel, Klaus Havenstein und Hans-Joachim Kuhlenkampf geben sich in Wattenscheid die Ehre.

In den 80er Jahren setzt sich die Erfolgsgeschichte des Hauses fort. Inge Meisel, Götz George, Ingrid Steeger, Ruth-Maria Kubitschek, Dietmar Schönherr – kurz das Who-is-who der deutschen Bühnenprominenz begeistert das Publikum der Stadthalle. Daneben entdecken Unternehmen und Vereine die Halle mehr und mehr als Schauplatz für gesellschaftliche Veran-staltungen. Diavorträge und karnevalistische Prunk-sitzungen, Betriebsversammlungen oder Firmenfest-lichkeiten erfüllen die Räume auch abseits des Spielplans mit Leben.

1990 sorgt eine neue Beleuchtungsanlage für bessere Lichtverhältnisse. Die Investition von 70.000 DM geht bereits mit Plänen um eine geplante Sanierung einher, die im Jahre 2001 schließlich in die Tat umgesetzt werden. 775.000 DM fließen in die Modernisierung der Stadthalle, 135.000 davon werden allein für die Verschönerung der Sanitären Anlagen bereitgestellt.